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Angstmotivierte Aggression

Diese Form der Aggression ist emotional getragen.

Sie äußerst sich in expressiven Wutausbrüchen, oft sind Anzeichen von Verhaltensunsicherheit und vermindertem Vertrauen zu finden. Das Kind fühlt sich rasch bedroht und angegriffen und reagiert aus einer Abwehrhaltung heraus. Es ist durchaus zielgerichtetes Verhalten festzustellen, da diese Kinder durch vorbeugende Aggression ihre Angst zu reduzieren suchen. Gründe dafür können sein, dass das Kind sich der Zuneigung seiner Mitmenschen ungewiss ist, besondere soziale Anerkennung erwartet und deshalb übersensibel auf scheinbar wahrgenommene Bedrohung  reagiert.

Hier entsteht allerdings ein aufschaukelnder Verstärkungsprozess, da das Kind Ängste abbaut, indem es erfolgreich aggressives Verhalten einsetzt. Die Umwelt reagiert darauf ebenfalls mit aggressivem Verhalten in Form von Ablehnung oder Bestrafung und das Kind bekommt einen neuerlichen Anlaß, aggressiv zu sein.

Daraus ergibt sich in weiterer Folge ein möglicher Etikettierungsprozess, da das Umfeld des Kindes die negative Erwartung entwickelt, dass sich das Kind weiterhin in dieser Form verhält.

Mögliche Ursachen für angstmotivierte Aggression sind demnach ambivalentes Erziehungsverhalten, fehlende Möglichkeiten, Vertrauen und Selbstvertrauen zu entwickeln, das Ausbleiben von Rückmeldungen über gezeigtes Verhalten, usw.

Abbildung: Der Kreislauf der angstmotivierten Aggression (Petermann und Petermann 1984, S.7).