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Sichtweisen des anderen einnehmen

Um Signale richtig deuten zu lernen, ist es notwendig, sich in Gefühle, Gedanken, Erlebnisse des anderen einfühlen zu können. Die Entwicklung dieser Fähigkeit wird gefördert durch Wahrnehmungsübungen, Rollenspiele und Methoden, die das Verbalisieren der Empfindungen anderer zum Ziel haben.

Durch das Senden von "Ich-Botschaften" ermöglichen wir dem Kind, Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und darauf angemessen zu reagieren.

 

Vergleich: "Du-Botschaften" - "Ich-Botschaften"

Ein Beispiel aus der Familie: die Mutter ist müde, verstimmt, belastet,....- das Kind verlangt Aufmerksamkeit und möchte spielen

"Du-Botschaften" "Ich-Botschaften"
Du solltest das nicht tun. Ich bin müde. und brauche ein bißchen Ruhe.
Du bist ungezogen Ich kann jetzt nicht mit dir spielen, weil ich noch so viel anderes zu tun habe.
Du darfst niemals...  
Wenn du nicht damit aufhörst, dann...    
Du hörst damit auf.  

 

Du-Botschaften werden vom Kind als Bewertung seiner selbst empfunden, die dazu führt, dass es eine Abwehrhaltung einnimmt, weil ein Schuldgefühl geweckt wurde.

Ich-Botschaften führen dazu, dass das Kind Verantwortung für sein eigenes Verhalten übernimmt, weil ihm zugetraut wird, sich konstruktiv zu verhalten und Bedürfnisse zu respektieren.

Da Ich-Botschaften aufrichtig sind, neigen sie dazu, dass sie imitiert werden, indem auch das Kind seine Bedürfnisse in dieser Weise äußert. Dies fördert einerseits die Selbstwahrnehmung und andererseits die Fähigkeit zur Einfühlung. (vgl. Gordon 1970, S.129-132)