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Unmöglichkeit der Kommunikation

Menschen kommunizieren nicht nur mit Worten (digitale/verbale Kom­muni­kation) sondern auch durch paralinguistische Phänomene, wie z.B. Tonfall, Sprechgeschwindigkeit, Sprechpausen, Seufzen u.Ä..

Ebenso werden Informationen durch Körpersprache, wie z.B. die Körper­hal­tung, ausdrucksvolle Gesten und Gebärden oder die Kleidung (analoge/non­verbale Kommunikation) übermittelt.

Auch der äußere Rahmen der Kommunikationssituation, wie z.B. Licht­ver­hält­nisse und Gestaltung eines Raumes, Anzahl anwesender Personen u.Ä. (Kommunikationskontext) beeinflussen die Kommunikation.

Daraus folgt, dass Kommunikation nicht erst stattfindet, wenn Worte gesendet und empfangen werden, sondern bereits wenn ein Mensch in einem Wirkungszusammenhang mit einem oder mehreren anderen Menschen durch sein Verhalten nonverbale Signale aussendet, die von anderen aufgenommen und interpretiert werden. Da Menschen sich immer in irgendeiner Weise verhalten, also sich nicht nichtverhalten können, ist es unmöglich, in einem interaktiven Zusammenhang nicht zu kommunizieren. Denn selbst wenn Menschen in völliger Regungslosigkeit erstarren und absolut schweigen, ist dies ein bestimmtes Verhalten. (vgl. Watzlawick et al., 1985, S. 50ff)

"Selbst wenn Menschen nicht miteinander sprechen oder sich voneinander ab­wenden und sich den Rücken zukehren, beinhaltet dieses Verhalten eine bestimmte Information für den jeweiligen Kommunikationspartner. Sie teilen sich dann nämlich mit, daß sie nicht in ein Gespräch eintreten und nichts voneinander wissen wollen." (Wulf, Groddek, 1977, S. 220; zitiert nach: Bachmair et al., 1982, S. 79)