sozialpaedagogin.at bietet eine Plattform zur gegenseitigen Information und Weiterbildung im Bereich der Sozialpädagogik.

 

Home
Themen
Aggression
Kommunikation im K..
Vorwort
Einleitung
Theoretische Grun..
Was ist Kommunik..
Axiome menschlic..
Kommunikationsmo..
Mit vier Münder..
Mit vier Ohren ..
Aktives Zuhören
Kommunikation(sku..
Zusammenfassung
Literatur
Anmerkungen
Ist die Oma jetzt ..
Fachliteratur
Praxis
Service
Forum
Index

 

Kommunikationsmodell nach Friedemann Schulz von Thun

Ein weiteres Modell, das viel Licht in den bereits strapazierten "Kommunikations­dschungel" brachte, ist jenes von Schulz von Thun. Er kam im Zuge seiner Kommunikationskurse und -seminare für Führungs­kräfte irgendwann auf die Idee, dass in jeder sprachlichen Äußerung oder Nachricht immer gleichzeitig vier verschiedene Seiten bzw. Aspekte enthalten sind, nämlich:

1. Sachaspekt

2. Selbstoffenbarungsaspekt

3. Beziehungsaspekt

4. Appellaspekt.

Wie im Eröffnungszitat in der Einleitung bereits erwähnt, ist es im Kom­muni­ka­tionsgeschehen nicht selbstredend, dass beim Empfänger genau das an­kommt, was der Sender vermitteln wollte. Da kann es schon zu so manchem Miss- und Unverständnis kommen. Um solche Kom­muni­ka­tions­probleme für den Nicht-Fachmann verständlicher zu machen, entstand der Gedanke, die Aspekte einer Nachricht anschaulich als "quadratisches Gebilde" (Schulz von Thun, 1987, S. 14) darzustellen.

Nachstehend wollen wir diese vier Seiten einer Nachricht sowohl in Bezug auf den Sender (1.3.1) als auch auf den Empfänger (1.3.2) eingehender be­leuchten.

Das Modell von Schulz von Thun macht – ergänzend zu den Aussagen von Watz­lawick et al. – recht anschaulich deutlich, welche Informationen in einem Kommunikationsprozess auf welchen Ebenen übermittelt werden, und wie sich diese Botschaften auf die gegenseitige Verständigung und Beziehung aus­wirken.

Lehrende/Pädagogen können m.E. von diesem Modell gut profitieren, da es ihnen im unterrichtlichen Kommunikationsgeschehen hilft, sich darüber im Klaren zu sein, welche Botschaften sie neben dem sachlichen In­formations­gehalt automatisch aussenden, und wie sie empfangene Informationen von SchülerInnen/Stu­die­renden schnell analysieren, einordnen und verstehen können.