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Methoden

Über diese drei Grundhaltungen hinaus, bedient sich das Aktive Zuhören auch verschiedener Gesprächstechniken und -methoden, deren – wie schon erwähnt – von den Grundhaltungen abgekoppelte mechanistische Anwendung es ad absurdum führen würde. Schulz von Thun gibt zu bedenken, aus dem Aktiven Zu­hören weder "eine hilflose Verschrobenheit" (im Sinne einer unstimmigen und starren Anwendung von Regeln) noch "ein heimliches Kampfmittel" (im Sinne eines vorsätzlichen manipulativen Einsatzes von Techniken) zu machen (Schulz von Thun, 1987, S. 262). Hier nun exemplarisch einige methodische Hinweise (vgl. Bachmair et al., 1999, S32ff):

1. Bereitschaft zum Zuhören signalisieren. Dies kann nonverbal z.B. durch Nicken, Stirn runzeln, ein freundliches Lächeln oder auch in Form von ver­balen Äußerungen wie Mmh, Aha usw. erfolgen. Körperliche Zu­ge­wandt­heit und natürlicher Blickkontakt unterstreichen unsere Auf­nahme­be­reit­schaft. 

2. Nicht festgelegte Aufforderung/"Türöffner". Mit nicht festgelegten Aufforderungen oder sog. "Türöffnern" ermuntern wir unsere Gesprächspartner zum Reden: z.B. "Möchtest du mehr darüber erzählen?" oder "Das klingt, als würde es dich stark berühren.".

3. Paraphrasieren. Die Aussagen des Vis-à-vis werden mit eigenen Worten wiederholt oder umschrieben, um ihm die Möglichkeit zu geben, zu erkennen, ob die Mitteilung auch richtig verstanden wurde. So können Missverständnissen sofort ausgeräumt werden.

4. Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte. Über das bloße um­schrei­ben hinaus kann versucht werden, die Gefühle und Empfindungen des Gesprächspartners behutsam auszudrücken. Wenn das Gegenüber seine Gefühle im Gespräch frei äußern kann, spürt es Entspannung (Katharsis = innerliche Reinigung). Die Bearbeitung des Problems und ein kreativer Um­gang damit werden angeregt.

Mit dem Aktiven Zuhören beschließe ich die theoretischen Ausführungen zum Thema Kommunikation und leite über zum zweiten Teil, wo ich nun auf die Kommunikation im Unterrichtsgeschehen eingehen und Überlegungen zur Ver­besserung der Kommunikation im unterrichtlichen Alltag anstellen möchte.